April 2009
Ich habe eine Mail von Jennifer Schreiner bekommen. Hmm, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor … Uni? Arbeit? Ein Projekt, an dem ich beteiligt bin? Woher kenn ich den Namen nur?
Betreff: „Testleser“. Hab ich mich da wieder mal für irgendwas im Internet angemeldet und weiß es nicht mehr?
Tja, da gibt’ s wohl nur eine Möglichkeit, um das festzustellen: Die E-Mail öffnen!
WOW!!! Eine Autorin, eine echte, veröffentlichte Autorin fragt mich, ob ich ihr Manuskript lesen will. Ich werde einen Roman lesen dürfen, bevor ihn irgendjemand sonst zu Gesicht bekommt. Davon habe ich seit meinen Verlagspraktika während der Studienzeit immer geträumt.
Jetzt weiß ich natürlich auch wieder, woher ich den Namen kenne: Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zwar noch kein Buch der Autorin gelesen habe, aber nach einer Rezension auf www.happy-end-buecher.de habe ich „Ein Löwe für die Bestie“ auf meinen Wunschzettel gesetzt.
Ich fühle mich geehrt und geschmeichelt und bin schon sehr gespannt.
April 2009
Au weh, der dritte Teil einer Trilogie. Und ich hab die anderen beiden Bücher nicht gelesen. Soll ich das nachholen?
Ich entscheide mich dagegen.
Ich werde der Testleser sein, der überprüft, ob das Buch auch geeignet ist für Leser, die die ersten beiden Teile nicht kennen. Außerdem muss ich gestehen, dass ich gerne das Pferd von hinten aufzäume, sprich, ich beginne eine Serie oft mittendrin. Das hat den Vorteil, dass ich die Bücher viel intensiver lese. (Logisch, ich versteh ja die Hälfte nicht und muss einen Paragraphen dreimal lesen …). Ich empfinde es dann immer als Erfolgserlebnis, wenn ich ein kompliziertes Konstrukt durchschaue und mir bleiben die Bücher dann mehr im Gedächtnis. Auch finde ich es schön, im Nachhinein den ersten Band zu lesen. Dann bekomme ich ein nostalgisches Gefühl und denke: „Ach, so hat das also alles angefangen …“
Ich frage mich nur, ob ich es schaffe, das gewünschte Lesetagebuch zu schreiben. Ich hinke ja schon immer mit meinen Rezensionen hinterher.
Mai 09
So, jetzt ist der erste Teil für uns Testleser da. Bis einschließlich Kapitel 6. Muss mal gleich schnell reinschauen …
10h04
Puh, das beginnt ja in medias res! Action, action, action. Der arme Kerl, wie er leiden muss …
10h06
Oh, es ist nur ein Traum. *schweißvonderstirnwisch*
10h9
Ehemaliger Callboy? Na, jetzt wird’s interessant! Ich liebe Plots, in denen der Held ein Frauenheld ist, bis er SIE trifft *seufz*
10h12
Ich hätte doch die Vorgängerbände lesen sollen! Wer ist wer? Wer macht was? Sind das alle Griechen? Und wenn ja, ist das tatsächlich die echte Nemesis? Auf einmal tauchen Vampire mit Namen unterirdischer Flüsse und alter Fährmänner auf … Nein, kein Grieche hätte sein Kind „Styx“ genannt!
10h13
Hah! Danke, Philip, jetzt weiß ich, wie es zu den Namen aus der griechischen Mythologie kommt ;-) Auf die Idee hätte ich ja selber auch kommen können (oder natürlich die ersten beiden Bände lesen *pfeif*).
Natürlich beginne ich sofort zu überlegen, wie ich mich nennen würde, sollte mich ein großer, dunkler, attraktiver, sexy Vampir je zu seiner Gefährtin erwählen. Aphrodite? Na gut, dazu reicht es dann wohl doch nicht ganz. Athene? Wissen und lernen mochte ich schließlich schon immer. Diana? Göttin der Jagd – nee, ich bin schließlich Vegetarier … Halt, ich weiß: Ich würde mich nach Persephone nennen, die ist mysteriös (schließlich lebt sie das halbe Jahr in der Unterwelt) und überall beliebt (wer mag schließlich den Frühling nicht?).
Jetzt aber weiter:
10h45
Kaum habe ich endlich (auch mit Hilfe von Google) endlich durchschaut, wer wer ist, kommt es schon wieder zu spannungsgeladener Action.
Die Vampire formieren sich zum Kampf. Es geht um Leben und Tod. Verrat, Intrigen.
Und was ist mit mir? Mir geht die Frage nicht aus dem Kopf, warum die Vampire griechische Namen annehmen, während die Königin selbst einen irischen hat …
Aber das ist eigentlich nur, um mich von den ganzen um mich herfliegenden, kämpfenden Vampirleibern abzulenken ;-)
Wenn das schon so anfängt – kommt man dann im restlichen Buch gar nicht mehr zum Durchschnaufen???
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